Geschichte - Komponist

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00:00:05:

00:00:07: Willkommen bei Klang Reisen, dem Podcast der neuen Oper Wien.

00:00:11: In den vergangenen Folgen haben wir Ihnen bereits die Sängerin und Sänger von Oskars Trasnois Akapella Operette Geschichte vorgestellt – und gemeinsam mit dem Leading Team ein Blick hinter die Kulissen der Produktion geworfen.

00:00:22: Wir haben über Probenarbeit, Herausforderungen, Freiheit, Rollenbilder, Geschichte und Erinnerung gesprochen!

00:00:29: Heute möchte ich den Kreis schließen, denn wer könnte uns dieses außergewöhnliche Werk besser näher bringen als der Komponist selbst?

00:00:37: Deshalb freue ich mich sehr heute mit Oskar Strasse-Neu zu sprechen.

00:00:40: Lieber Oscar!

00:00:41: Schön dass du zwar nur am Telefon Zeit gefunden hast – willkommen bei unserem Podcast Klangreisen!

00:00:47: Danke, danke dir!

00:00:56: sieht man, dass Geschichte nicht eine erste Vertonung von einem Witold Gomorowicz Text war.

00:01:02: Was hat dich dazu bewogen zu seinem Schaffen zurückzukehren?

00:01:06: Was fasziniert dich an Witolt Gomorowitz?

00:01:09: Also man muss denken was ist ungefähr drei und zwanzig Jahre her?

00:01:15: also ich war eine andere Person.

00:01:18: meine Zählen waren hundert Prozent andere.

00:01:20: Ich bin jetzt eine andere Maschine sozusagen also mein Gehirn noch etwas zu tun mit der Person, die ich damals war.

00:01:30: Aber klar, ich war viel mehr in Verbindung mit dem Teenager als jetzt und als Teenager hatte ich sehr viel Gumbowitsch gelesen.

00:01:45: Besonders sein Journal ist ein außergewöhnliches Buch

00:01:54: Das sind

00:01:57: die Tagebücher.

00:02:23: zu schreiben und ich hatte sofort mit der O-Bahn-Kompagnie, die mir diesen Auftrag gegeben hat.

00:02:31: Also ich hatte vorgeschlagen mit einem Text von Gombrowitsch und wir hatten zusammen diese Operette von Gombrovic gewählt und bearbeitet und ich habe die schon bekannte Operette vom Gombrovicsch verdohnt.

00:02:46: Und es war eine sehr interessante Arbeit.

00:03:14: Ich hatte keine Ahnung.

00:03:16: Wir haben mit Galen Stoyev, der Regisseur, zusammenarbeitet Konnte Gombovic überhaupt nicht.

00:03:26: Und ja, wir haben zusammen gelesen

00:03:29: etc.,

00:03:29: und wir sind auf dieser Geschichte irgendwie gekommen.

00:03:35: und dann haben wir

00:03:37: gedacht okay, wir machen... Also diese

00:03:40: Geschichte waren die Skizzen, die Gombovics für die Operette geschrieben hatte also zwanzig Jahre vor der Operette.

00:03:49: und so habe ich gedacht okay Ich werde die künstlich die Skizzen für meine eigenen Operette schreiben und das wird Geschichte sein.

00:04:00: Und ich habe sozusagen die Skizzen vor die Operette, die schon geschrieben war, ein Jahr danach geschrieben.

00:04:09: Das ist die Operetta.

00:04:10: Deswegen hat es viele Elemente, die in der Operetta sind,

00:04:16: also musikalische Elemente etc... Das bringt mich eigentlich gleich zu meiner Frage, die ich dir eigentlich ganz am Schluss stellen wollte.

00:04:24: Aber jetzt passt das glaube ich ganz gut weil du gesagt hast dass ja Geschichte schon über zwanzig Jahre alt ist.

00:04:32: Geschichte wirkt aber trotzdem noch sehr aktuell.

00:04:36: Und wenn man sich überlegt, vor über zwanzig Jahren saß noch George W. Bush im Weißen Haus und Vladimir Putin hatte erst seine erste Amtszeit angefangen.

00:04:47: wir hatten noch keine Smartphones.

00:04:49: Wir haben den Aufstieg der sozialen Medien erlebt Wir haben eine Pandemie erlebt, wir haben Finanzkrisen erlebt, Kriegerische Auseinandersetzungen erlebt.

00:04:57: Du sagst dass du noch ein bisschen mehr connectet zu den Teenagern warst.

00:05:04: Du stehst ja nach wie vor hinter Geschichte.

00:05:07: Was macht das für dich heute immer noch so aktuell?

00:05:10: Weil eigentlich könnte man sagen, unsere Gesellschaft hat sich in zwanzig Jahren weiterentwickelt.

00:05:15: Wir reden ja von jemandem von Vitold der Barfuß und der unangepasst sein möchte.

00:05:21: Vielleicht ist die Gesellschaft in zwantig Jahren so gereift dass wir jetzt die Außenseite außenseiter lassen können.

00:05:27: Ja aber wir sind immer noch dieselbe Spezies.

00:05:31: also ungefähr sprichte in einem Stück auch von einer Welt, die im Prinzip nicht mehr als er das geschrieben hat.

00:05:40: Es war schon, also wir haben vierzig Jahre alt und vieles war inzwischen passiert.

00:05:47: Das heißt, wir reden alle über theoretisch eine Zeit, die nichts mit uns zu tun hat aber eigentlich sind wir immer die gleiche Sachen.

00:06:03: im Gehirn sind wir eigentlich sehr ähnlich.

00:06:10: Wir haben dieselbe Probleme irgendwie, weil im Prinzip Geschichte und Gombrowitsch sprechen von einer Zeit vor dem ersten Weltkrieg Und wie man weiß die Welt und besonders Europa war eine absolute andere Welt Weltkrieg und nach dem Zweiten Weltkrieb, wo er diese Sache geschrieben hat.

00:06:37: Es war eine all die Gesellschaft war radikal anders.

00:06:41: Also es gab diese Archieren, die besonders in Europa mit der alten Aristokatie, die Könige, Kaisern zahlen

00:06:52: etc.,

00:06:52: das gab's nicht mehr nach dem Ersten Weltkiel.

00:06:56: Und trotzdem... Also wie man weiß, die Gesellschaft und die Politik ändern sich aber die Mentalität bleibt irgendwie ein bisschen hinterher.

00:07:12: Du sprichst zum Beispiel über Sozialmedien und iPhones Aber im Prinzip wir funktionieren ungefähr gleich wie die Leute, mit einem Stein so eingezündet haben.

00:07:30: Das finde ich schon sehr interessant, dass es gibt diese technologische Sachen und dann wir singen ungefähr wie wir vor vierhundert Jahren gesungen haben.

00:07:41: Geschichte könnte auch ein Madrigal sein!

00:07:45: Und das war die Idee.

00:07:46: Der war eine Art Madrigals

00:07:52: mit einem anderen Thema.

00:07:54: Jetzt kommen wir vielleicht, wenn wir über Madrigal sprechen.

00:07:57: Wenn du das schon anreist zu einem zentralen Punkt und ich habe bei der ersten Podcast-Folge unserem Cast versprochen dass ich dich das frage wie kommt man darauf?

00:08:09: eine Oper oder Operette?

00:08:11: Oder sagen wir mal neutrale überhaupt ein Werk für Musiktheater Ohne Orchester oder nicht, zumindest ohne ein kleines Ensemble zu schreiben.

00:08:21: Das habe ich wie gesagt unserem Cast versprochen, dass ich dich das

00:08:24: frage.

00:08:25: Okay also wenn ich mich gut erinnere es war genauso... Ich musste dieses Stück für die neue Vokalsolisten aus Stuttgart schreiben und die erste Idee ein bisschen provokant und ein bisschen so wie avantgardistisch sein wollte, als ich jung war.

00:08:47: Ich wollte ein Stück machen für diesen Lokaleinsammler aber ohne Musik.

00:08:53: Die Idee war ein gesprochenes Stück also eher näher zum Theater als zu der Oper und deswegen wollte ich eine Partitur schreiben wo alles steht also alle Effekten, alle Vertonungen

00:09:10: etc.,

00:09:10: ein bisschen wie Piero Lüneir so was... Aber wo man nicht singen muss, sondern sprechen.

00:09:16: Aber danach war es... Also sehr schnell haben Rambi gedacht das war ein bisschen zu snobisch so was zu schreiben und deswegen sind wir mit dem Singen Rambia uns dazu beschäftigt.

00:09:34: aber das Gespräch war schon sehr wichtig in der Sache Und deswegen sind hierzu dieser Art Operette gekommen.

00:09:46: Das hatte ich

00:10:00: natürlich auch auf dem Zettel dich zu fragen, warum Operette?

00:10:04: Weil wir haben ja in der Musikgeschichte eben Operetten, die gesprochen und gesungen werden.

00:10:11: Wir haben auch das Singenspiel, dass gesprochen und gesunken wird.

00:10:15: Aber trotzdem ist Geschichte doch mehr Operette weil es für mich diesen Ensemble-Charakter... Operette ist für mich immer ein sehr ensemble lastiges Stück.

00:10:25: Eine Operette is also als Prinzip, also ideologisch doof muss eine Operette sein.

00:10:33: Also es ist eine operette ist eine sehr forzierte

00:10:37: unter

00:10:38: haltsamer Form und das musste es sein, auch weil mit dem Vadimekum sozusagen in einem Text ist es geschrieben Geschichte eine Operette oder eine Operettenskizze.

00:10:52: Und deswegen diese Operettenambiance musste unbedingt da sein.

00:11:01: Was ich mir auch überlegt habe, hat das eine Rolle für dich gespielt?

00:11:05: Dass Gombrowicz selbst die Operette als die perfekte theatralische Form für sich beschrieben hat.

00:11:13: Ja absolut!

00:11:14: Also das war

00:11:15: eigentlich...

00:11:16: Ich komme überhaupt nicht von dieser Kultur.

00:11:19: Es war mir sehr fremd der Welt der Operette und ich hab ein bisschen Operetten geguckt damals mit VHS Mittern und so, diese wienerische Operärte etc.

00:11:34: gesehen.

00:11:35: Und ja... ich muchte es sehr!

00:11:38: Ich finde diese Art Leichtigkeit aber sehr künstliche Leichtigkeitssexy.

00:11:47: Sehr interessant finde ich.

00:11:50: Und auch dass es so debil ist das irgendwie.

00:11:54: Das mag ich sehr dass.

00:11:56: ich finde diese unprätenziöse Welt

00:11:59: extrem anziehend.

00:12:03: Wenn ich dich dann direkt fragen darf, weil jetzt sitze ich auf der Probebühne und höre die Musik und erlebe die Probenarbeit.

00:12:11: Und du hast vorhin gesagt dass erst die Musik sehr reduziert sein sollte, dann hast du mehr Musik eingebaut und die Sängerin und Sänger müssen ja auch alle möglichen anderen Stimmen imitieren oder percussive Elemente haben Wie funktioniert das?

00:12:28: Kannst du uns da vielleicht ein bisschen mehr einen Einblick geben, wie du das gestaltet hast.

00:12:35: Ja ich glaube eine Operette ohne Orchester oder eine Oper ohne Orkesta ist ein bisschen wie eine Person ohne ein Bein oder so.

00:12:47: Ich habe das nie erlebt Gott sei Dank aber man sagt dass man fühlt immer noch sein Bein auch wenn es nicht mehr da ist.

00:12:57: So lustigerweise habe ich sehr gute Freunde, die damit sich kümmern und das ist ungefähr dieselbe Situation.

00:13:06: Das ist ein Ensemble, also eine Gruppe von Sengern.

00:13:13: Irgendwie wurde das Orchester gestolben aber man braucht das irgendwie und man fühlt das irgendwie.

00:13:22: Und dann müssen sie irgendwie manchmal damit sich kümmern.

00:13:26: Diese Passage in der Mitte, die Operette ist so wie ein Ding-Bong-Spiel oder ein Tennisspiel und da kommen viele Elemente...

00:13:36: Sehr lustig kann ich schon mal sagen!

00:13:39: Im Zentrum steht der junge Witeholt, siebzehn Jahre

00:13:43: alt

00:13:44: Und dieser junge Witteholt möchte barfuß durchs Leben gehen was seine Familie aber nicht gut heißt.

00:13:50: Die große Frage die man sich stellt Warum findet das eigentlich die Familie nicht gut?

00:13:55: Was ist denn daran schlimm, wenn der Junge Witold einfach barfuß durch die Gegend geht.

00:14:01: Ja, das ist genau was wir über die alte Zeiten und neue Zeiten gesprochen haben also dass es ungefähr wie frei warum eine junge Person heute nicht versteht warum die Mutter nicht will dass er oder sie sechzehn Stunden im Tag mit dem Computer beschäftigt ist.

00:14:24: Und die Sache mit dem Barfüßigkeit der Zeit, es war so ein soziales Zeichen so ununerträglich für eine gute Familie.

00:14:34: Weil also nur sehr, sehr arme Leute waren barfuß auf der Straße oder auch im Haus und so.

00:14:42: Also selbst ich als ich ein Kind war konnte nicht zu Hause barfußein und ich bin nicht hundert Jahre alt und meine Großmutter würde nie akzeptieren, dass ich Fuss zu Hause bin.

00:14:59: Gott sei Dank bin ich nicht Japaner weil das wäre ein großes Oli.

00:15:04: Aber man muss verstehen, dass Gombrowicz hat diese Geschichte im Ausland geschrieben und alles nach hinten geguckt.

00:15:14: Er hat nicht mehr seine Familie gesehen.

00:15:16: er hat nicht mal sein Land besucht.

00:15:19: Es gab kein Land mehr für einige Zeit, weil er aus Polen also weggefahren.

00:15:27: Ein paar Tage danach wurde Polen von einem Nazis invadiert.

00:15:31: Das heißt es gab Polen nicht mehr und diese Möglichkeit seine Familie wiederzusehen.

00:15:37: Es war sehr so irgendwie unmöglich und er wusste dass er seine Familie nie mehr sehen würde.

00:15:43: Es ist genau wie meine Familie aus Russland nach Argentinien Gefahren sind.

00:15:47: Sie wussten, dass sie eigene Familie nie mehr sehen würden und das ist eine sehr starke Sache.

00:15:55: Extrem stark!

00:15:56: Das heißt dieses Stück auch wenn es sehr lustig ist

00:16:00: etc.,

00:16:00: ist ein sehr nostalgisches Blick auf der Zeit die nicht mehr zurückkommen wird also die Zeit wo man nicht der Sobafus sein kann könnte und eine Zeit die nicht mehr da sein wird.

00:16:18: Und natürlich gibt es andere Sachen, also diese sehr wichtig sind zum Beispiel.

00:16:24: Barfuß ist eigentlich für Gumbowitsch eine sehr provokative Sache so etwas wie nackt zu sein in der Operette weil das sind Skizzen für die Operette.

00:16:38: In der Operete dieser Barflüssigkeit ist also nackte zu sein.

00:16:44: In der Operette, die kleine Albertine, sie will immer nackt sein.

00:16:53: Weil nacktt ist natürlich noch ein bisschen provokativ und die Geschichte ist noch früher als die Operette in der Zeit.

00:17:10: Alles was man nicht machen kann, alles was nicht formell ist.

00:17:14: Also man muss in die Schule gehen, also die Armee machen... Man muss alles was normal ist

00:17:23: machen und wenn man etwas... Die Rolle muss man ausführen?

00:17:27: Genau das ist genau so!

00:17:30: Und wie toll in dem Stück ist der, der nicht die Regeln

00:17:37: folgt.

00:17:38: Aber weißt du, weil Witold Gombrowicz hat ja genau seine Familie porträtiert

00:17:45: und

00:17:46: die Geschwister in dem Stück haben ja genau die gleichen Namen wie die Geschwiester, die Gombrowitz tatsächlich selbst hatte.

00:17:53: Weißt Du ob Gombrows tatsächlich diese Geschichte mit dem Barfuß sein, ob er das machen wollte oder ob das eine Folie ist dafür dass er sich in seiner Familie unfrei gefühlt hat?

00:18:08: Also, ich weiß nicht genau wie das so... was war dieses Schema in seinem Kopf.

00:18:17: Ich glaube diese Skizzen waren echte Skizze.

00:18:22: So wie stelle dir vor du schreibst auf einem Papier okay?

00:18:28: Ich werde ein Stück über die Geschichte mit den großen Sachen.

00:18:33: aber ich werde meine Familie irgendwie da.

00:18:37: also Es gibt Modellen, so wie psychologische Modellen.

00:18:41: So meine Mutter, die ein bisschen kompliziert ist, also ein bisschen hysterisch

00:18:47: etc.,

00:18:48: sie wird dann ein bisschen so wie das und das in der Geschichte.

00:18:51: Und mein Vater, der Autoritär ist und so... Das ist ein bisschen eine freudianische Sache.

00:18:58: Man weiß dass die Eltern immer die Könige sind!

00:19:02: Ich glaube es ist eine sehr plakative Art von von dieses, diese Familienschema in der Geschichte oder mit der Geschichte zu vergleichen und so.

00:19:16: Ich glaube es ist ganz, ganz... wie kann man sagen?

00:19:21: Ein bisschen unirisch, ein bisschen so wie wenn man träumt von seiner Mutter oder man träumen von dem, von weiß ich nicht, der Tarnikolai und eigentliches drinnen man denkt, dass es der Vater ist oder umgekehrt.

00:19:38: Das

00:19:39: heißt wenn diese Öffnung am Ende Richtung dieser historischen Personen... Wir haben jetzt häufiger auch auf der Probebühne darüber gesprochen das die eigentlichen Personen sind ja auch historisch nur die kennen wir nicht.

00:19:54: aber wir kennen natürlich die berühmten historischen Persönlichkeiten wie Zarnikolaus und Kaiser Wilhelm und vielleicht auch Hindenburg Die Militärs mit Fürst Pläs und Fürst Eulenburg etc.

00:20:08: Das heißt, diese Öffnung auf die Weltbühne stammt auch von Gombrowitsch nicht etwa von dir oder von Galin Stoyev?

00:20:15: Nein, klar!

00:20:17: Ich glaube es ist total... also hundert Prozent kommt das von Gombrovic.

00:20:22: Es ist ein zu eins dieser Verwandlung der Familien.

00:20:27: Also seine Idee ganz verrückt Ganz banal war, also wie kann ich von meiner Familie... Wie kann ich diese Figuren irgendwie

00:20:39: so eine Verwandlung

00:20:41: zu diesem historischen Figuren machen?

00:20:45: Es ist nicht sehr weit von der Verwandlung von Kafka irgendwie.

00:20:49: Also ich bin ein Insekt aber ich bin ich und so.

00:20:55: Das ist ungefähr das Gleiche!

00:20:58: Irgendwie, also wie du weißt.

00:21:00: Also wenn du irgendwas in einer Eigentümerversammlung warst... Man versteht die Welt mit solchen Sachen oder auch in einer Bühne oder in einem Orchester.

00:21:12: Gestern hier in der Schweiz haben wir genau diese kleine Kriege, die in jede Gruppe gibt wo jeder eine so eine

00:21:27: Eine Rolle spielt oder eine Rolle ausfüllt?

00:21:32: Ja, und es gibt

00:21:33: immer dieselbe Leute.

00:21:34: Es gibt der Nazi, den

00:21:38: Quellanten.

00:21:41: Niemals offensiv sagen will.

00:21:43: Es ist jemanden, der hysterisch ist.

00:21:47: Und es gibt nicht tausende.

00:21:49: Es sind so wie fünf, sechs, sieben.

00:21:52: Das ist alles!

00:21:54: Ich lese im Moment ein sehr altes, aber sehr faszinierendes Buch.

00:21:58: Es sind die zehn letzten Tage von Hitler und man sieht diese Idioten, die herum waren... Und das ist ein Theaterstück!

00:22:07: Sie sind alle irgendwie könnte ein erholender, in einem klassischen Stück von weiß ich nicht.

00:22:16: Sie singt

00:22:16: diese Charaktere, die

00:22:18: man überall auch heute in der Politik sieht.

00:22:22: Das ist interessant, was du sagst.

00:22:24: Das haben wir tatsächlich auch so wahrgenommen in der Probenarbeit auf der Probebühne und ich glaube Taro Morekawa unser Regisseur ist sich dessen sehr bewusst und versucht also an dieser Schraube zu drehen dass die Archetypen noch besonders gut rauskommen.

00:22:41: Aber

00:22:41: wenn

00:22:42: wir uns jetzt diese Geschichte vergegenwärtigen, also es geht um diesen jungen Witold und seine Familie.

00:22:48: Und er denkt sich dann die Familienmitglieder als Kaiser- und Militärs... Wie geht denn das Stück für dich aus?

00:22:57: Magst du uns etwas über das Ende des Stückes verraten?

00:23:02: Also das Ende war, wenn ich mich gut erinnere ein Problem für uns weil die Skizzen haben keine Form Wir haben überhaupt nicht diese... Es gibt eine Folge von Zetteln, aber es gibt keine Form.

00:23:20: Und wir brauchen diese Form und in unserer Version, wie ich weiß das ist nicht genau die Taros-Version.

00:23:28: In unsere Version, also es gibt dieses sehr gumbrovitianisches Moment wo er sagt, also ich will nicht mehr das sein!

00:23:38: Ich will nicht Das, was ich bin, sei.

00:23:42: Ich will nicht mehr Soldat sein!

00:23:43: Ich will noch nicht mehr Vater und Kinder.

00:23:48: Er will rausgehen von der Rolle, die die Gesellschaft in gibt.

00:23:56: Irgendwie war das auf Deutsch gesagt eine Fitonnaison nach vorne fliehen zu sagen.

00:24:08: Meine letzte Szene hast du eigentlich weg von was man ist, fliehen.

00:24:16: Aber jetzt weiß ich nicht mehr, was da umacht als

00:24:19: Ende.

00:24:19: Na dann darfst du gespannt sein?

00:24:22: Ich glaube nicht!

00:24:23: Du musst natürlich überhaupt nicht negativ gespannt sein sondern hoffentlich positiv gespannt sein.

00:24:29: Oskar, ich danke dir recht herzlich.

00:24:32: Ja es wird sehr nüger und ich bin ganz wie du sagst gespannt.

00:24:37: Schön dass du Zeit gefunden hast.

00:24:40: Wenn Sie, liebes Publikum aus Gastrasnois Akapella-Operette Geschichte erleben möchten haben sie dazu ab dem sechzehnten September im Markt die Gelegenheit.

00:24:48: Informationen zu allen Vorstellungstermin sowie Tickets finden Sie auf der Website der neuen Oper Wien.

00:24:53: Danke fürs Zuhören und darf wieder hören bei den Klangreisen des Podcasts der neuen oper Wien!

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