Les Deux
Shownotes
die dritte Folge unseres Klangreisen-Podcasts widmet sich dem ersten Hotspot des Programmjahres 2026: Les Deux – einer Produktion, die das Leitmotiv Schichten auf performative Weise erfahrbar macht, indem sich die Künstlerinnen selbst zum Thema machen.
Gemeinsam mit den drei Interpretinnen Ellen Rose Kelly (Mezzosopran), Christine Rainer (Sopran) und Maria Iaiza (Klavier) sprechen wir darüber, wie aus einer einfachen Ausgangssituation – ein Liederabend ohne Pianistin und ohne Orchester – ein Abend entsteht, der zwischen Konzert, Theater und Performance oszilliert.
Im Podcast erzählen Ellen, Christine und Maria, wie die Idee zu Les Deux entstanden ist, warum Improvisation eine so große Rolle spielt und wie sie ihre eigenen Geschichten in den Abend hineinbringen.
Transkript anzeigen
00:00:05: Neue Opervin.
00:00:07: Willkommen zurück bei Klang Reisen, dem Podcast der neuen Opervin!
00:00:11: In der letzten Folge haben wir gemeinsam mit Anna und Alexander darüber gesprochen wie ein Programm entsteht welche Entscheidungen Zweifel und Setzungen.
00:00:18: ein Jahr wie zwei tausend sechsundzwanzig Formen.
00:00:21: Heute bleiben wir im selben Jahr, aber wir verändern
00:00:23: unseren Blick.
00:00:24: Vom Kuba-Tieren geht's zum Experimentieren!
00:00:26: Vom Jahresprogramm geht es zur ersten Produktion der neuen Oper Wien in den letzten Jahren.
00:00:31: Zum ersten Hotspot, der dieses Programm Schichten auf besondere Weise spiegelt.
00:00:36: Heute sprechen wir über Ledeu – eine Arbeit an der Schnittstelle von
00:00:39: Konzert, Theater
00:00:40: und Performance.
00:00:42: Ein Abend, der eine ganz einfache Frage stellt was passiert wenn ein Liederabend zusammenbricht
00:00:47: und etwas völlig
00:00:48: Neues entsteht?
00:00:49: Und paradoxerweise Heißt das Lidö?
00:00:52: Ich sitze aber hier mit drei Künstlerinnen.
00:00:55: Nämlich mit Ellen Rose Kelly, eine irische Mezzosopranistin die gut und gerne zwischen klassischem Repertoire und zeitgenössischer Musik wechseln kann.
00:01:03: Wir sitzen hier mit Christine Reiner Eine österreichische Sopranisten- und Multi-Instrumentalistin.
00:01:08: Violine Haar für Gitarre Klavier Stimme.
00:01:10: wir werden vielleicht nachher noch mehr hören.
00:01:12: Und ich sitze hier mit Maria Jayser einer italienischen Pianistin und Performerin auch zu Hause in der zeitgenossischen Musik.
00:01:20: Danke euch drei, dass wir uns hier treffen konnten.
00:01:23: Dass ihr Zeit gefunden habt
00:01:25: zu dritt über
00:01:26: L'Édøl zu
00:01:27: sprechen!
00:01:28: Ihr seid das Herz von L'Ädø und genau mit euch möchte ich darüber sprechen wie diese ungewöhnliche Produktion entstanden ist Und meine erste Frage ist vielleicht gar nicht so einfach.
00:01:40: Aber wie hat denn alles begonnen?
00:01:42: Wie kam es überhaupt
00:01:43: zu diesem Projekt?
00:01:45: Ich glaube das war tatsächlich
00:01:46: Holger.
00:01:49: Die ursprüngliche Idee hatte unser Professor Holger Falk, da wir im Unterricht sehr viel dazu arbeiten mentale Prozesse in Singen einfließen zu lassen und er hatte die Idee dass wir
00:02:04: doch einen Projekt machen
00:02:05: könnten
00:02:07: wo wir
00:02:08: sozusagen unsere Lebensgeschichte aufarbeiten.
00:02:12: In aller gewissen Weise.
00:02:14: Und dann hat das, glaube ich weitergegeben sozusagen an Gania.
00:02:21: Die
00:02:22: aus dieser Idee wirklich ein tolles Projekt entwickelt hat gemeinsam mit André,
00:02:28: Anna und
00:02:30: Emily.
00:02:31: Genau!
00:02:32: Wir haben Emily getroffen mit einem Workshop mit Neat Company und PPCM.
00:02:39: Emily hielt ihre
00:02:40: Regisseurin.
00:02:41: Das heißt euer
00:02:41: Abend
00:02:42: kommt natürlich von euch heraus
00:02:43: aber ist auch inszeniert Genau.
00:02:47: Und was ihr uns jetzt verschrieben habt, die Lebensgeschichte zu erzählen ist natürlich
00:02:51: das eine
00:02:53: aber eure Performance hat auch
00:02:55: einen Kern
00:02:56: an dem sie sich festhält.
00:02:58: Alles ist in Rahmen von einem Remake der Recital for Crati von Luciano Berio.
00:03:08: Wir haben diese
00:03:10: Stücke
00:03:11: mit unseren einigen Erfahrungen gefühlt und das war so ein Grund, wir haben davon angefangen.
00:03:26: Wir haben angefangen mit unseren Lebensgeschichten sozusagen versucht diesen Abend zu fühlen.
00:03:31: Das heißt es ist
00:03:32: auf der Bühne,
00:03:33: die Sängerinnen gehen auf die Bühnen und es ist zuerst mal nichts da Außer die Instrumente, also aber die Menschen fehlen sozusagen.
00:03:40: Die Pernisten fehlen, das ganze Orchester fehlt und dann beginnen wir mit dem was wir
00:03:47: haben,
00:03:48: was können, was wir irgendwie mal gelernt oder gehört haben eine Performance zu improvisieren.
00:03:55: später kommt Maria dazu, dies kommt sozusagen zu spät und improvisiert dann mit uns gemeinsam Die Werke, die wir genommen haben, die basieren auf unseren Lebensgeschichten.
00:04:12: Zum Beispiel wir haben
00:04:13: Irish Folk dabei.
00:04:15: Ja also der Lebensgeschichte Aspekt... Wir hatten jede von uns ein Bio geschrieben und dann jedes Stück musikalisches Stück ist etwas persönlich zu uns.
00:04:36: Wir haben
00:04:47: versucht, diese
00:04:48: ganzen Werke
00:04:49: zusammenzubringen
00:04:50: damit sie für die Geschichte funktionieren.
00:04:54: Wie macht man denn so was?
00:04:58: Improvisation
00:04:59: oder
00:05:00: im Sommer?
00:05:02: Also ich war auch nicht immer dabei.
00:05:04: Ich glaube, ich habe lange mit Emily und Gania so viele Ideen gebracht und geprobt.
00:05:12: Und dann okay...viele Sachen sind schon weg!
00:05:15: Und es gibt auch viele Texte von entweder von der Seite von Cathy oder andere Quellen.
00:05:22: Es ist ein Prozess um so viele Sachen zusammenzubringen.
00:05:29: Ich glaube, die Schwierigkeit war
00:05:31: auch zu improvisieren.
00:05:33: Also für mich – ich weiß nicht wie es für euch war – aber einfach mal diese Stücke zu nehmen und irgendwie aneinanderzureihen und dann schauen, wie kann das funktionieren?
00:05:42: Wie kann's musikalisch funktionieren und mit verschiedenen Stimmgebungen zu improvisiert werden?
00:05:47: Und
00:05:48: wir haben
00:05:48: ganz viel probiert, glaube ich!
00:05:51: Das Beste ist rausgepickt in Hilfe von Emily und Garnia.
00:05:57: Weil ich nämlich
00:05:58: eben vorher den Kern angesprochen habe in Recycle for Kathy geht es ja um Identität.
00:06:04: Es geht
00:06:04: um Cathy Barbarian, die
00:06:07: einfach ihr großes
00:06:07: Repertoire in diesem Berio Stück wiederfindet und wenn ich mir überlege Identitäten – Ihr seid jetzt alle Stagepersons – ist das schwierig dann Teil von sich selbst herzugeben?
00:06:19: Wenn es um Eure eigenen Persönlichkeiten geht.
00:06:23: In einer klassischen Oper hat man natürlich eine Rolle, mit der identifiziert man sich vielleicht zu einem gewissen Teil.
00:06:29: Vielleicht auch eben nicht... Aber hier ist es ja so dass ihr was von eurer Persönlichkeit noch mehr hineingebt.
00:06:35: Ist das schwierig das hineinzugeben oder mögt ihr das gerne?
00:06:40: Für mich bist du nicht für ziemlich nichts so einfach am Anfang diese Videos.
00:06:47: Du lebst auf aber du warst selbst mit so viele.
00:06:50: Es ist nicht so einfach zum Teilen.
00:06:53: Auch mit meiner Freundin, vielleicht habe ich darüber nie gesprochen und auch zu lesen von euch.
00:07:00: Die sind eigentlich sehr tiefe Erfahrungen.
00:07:03: Also in anderen Projekten tut man das nicht normalerweise und es war sehr intensiv am Anfang.
00:07:11: Und dann... Ich glaube wenn wir die Stücke, die wir jetzt haben Version von unserer Show machen ist okay, jetzt ist etwas anderes.
00:07:24: Wir haben das so viel gearbeitet und es gibt... Es ist noch persönlich aber vielleicht ein bisschen weit weg als am Anfang?
00:07:36: Ja.
00:07:36: Wie lange hast
00:07:36: du schon was
00:07:37: zu sagen?
00:07:38: Ich finde es einfacher eigentlich wenn ich muss... Also ich spiele keine Rolle!
00:07:44: Ich bin nur mich.
00:07:51: Es ist eine sehr intimate Erfahrung und ich fühle mich
00:08:00: sehr
00:08:02: connectiert mit dem Publikum.
00:08:05: Und mit meiner Kollegin.
00:08:09: Das war sehr besonderes für mich.
00:08:12: Es ist ein sehr uniker
00:08:14: Erfahrung.
00:08:16: Jede von uns hat eine Liste geschrieben, die Stücke, Die sind besonders wichtig für uns und auch verschiedene Repertoire, also nicht nur klassische oder technosische.
00:08:32: Und das war so... Also ich mag das zu tun weil es okay.
00:08:36: was war wichtig für mich in meinem Leben vielleicht in der Vergangenheit?
00:08:40: Warum mag ich dieses Stück um?
00:08:42: Weil vielleicht das
00:08:44: Stück
00:08:45: selbste ist nichts So, schon.
00:08:48: Aber ich habe so eine Geschichte mit diesen Sturken und deshalb bin ich jetzt in dieser Liste Und wir haben dann von diese Liste die Stücke gewählt.
00:08:59: Also
00:09:00: für mich war es eigentlich
00:09:02: tatsächlich sehr
00:09:02: schwierig, diese Arbeit
00:09:05: Weil
00:09:06: man so
00:09:08: offen ist.
00:09:11: Wir haben natürlich ein tolles Team Da wird man auch aufgefangen, aber das ist einfach sehr persönlich Und man muss sich so seinen Devils irgendwie stellen.
00:09:21: Also diesen inneren Kritikern und alles was dazu gehört, diese ganzen Stimmen die
00:09:28: man irgendwie in seinem Kopf hat...
00:09:32: Das ist jetzt ein bisschen eine Künstler-Klischee Aber damit irgendwie umzugehen dass es jetzt persönlich ist und ich lasse diese
00:09:41: Gefühle zu
00:09:43: und trotzdem bleibt das professionell Das Zwischending
00:09:48: stimmt,
00:09:49: oder?
00:09:50: Ja.
00:09:51: Also das ist schon auf was wir sozusagen.
00:09:55: aber ich lasse auch mal zu dass es jetzt mal hässlich klingt oder dass sich beim Singen weine oder dass sie wie uns gegenseitig anschreien oder so.
00:10:05: also es war sehr emotional
00:10:07: finde ich ja okay ja das ist nicht so einfach Aber es war ein sehr nett und lohnendes
00:10:23: Herausforderung.
00:10:25: Das heißt, das Stück würde ohne euch drei gar nicht funktionieren?
00:10:31: Nein!
00:10:33: Weil es so zugeschnitten ist auf alles was wir
00:10:38: mitbrachten...
00:10:40: Auf unsere Talente, was wir können, auf unsere Lebensgeschichte.
00:10:43: ich glaube nicht dass es funktionieren will.
00:10:45: Das
00:10:46: heißt, es wird nur funktionieren wenn drei Künstlerinnen einfach in die Rolle von Emily, von
00:10:52: Christine
00:10:53: und von Maria schlüpfen.
00:10:54: Und quasi euch spielen!
00:10:56: Dann wird's vielleicht funktionieren.
00:10:57: Von Ellen?
00:10:58: Genau.
00:10:59: Ja...
00:11:00: Von Ellen.
00:11:00: Entschuldigung.
00:11:04: Ja, das ist gut.
00:11:05: In der Szene oder so, wenn jemand möchte ein Show machen, dann braucht er seine andere Stücke mit.
00:11:16: Genau.
00:11:17: Es ist ein Konzept, das reproduziert werden
00:11:18: könnte?
00:11:19: Ja genau!
00:11:20: Vielleicht wird es, wenn sie jemand anderes macht eine komplette andere Show und dann eine komplett andere Richtung.
00:11:29: Jetzt kommen wir zu einem haarigen Thema aber da haben wir uns ja mit der neuen Oper Wien immer
00:11:34: auch mit Oper befassen
00:11:35: und dass jetzt ein Hotspot, das ein
00:11:37: anderes Format des anderen
00:11:38: Alexander sich ausgedacht haben.
00:11:40: Aber als ordentliche
00:11:41: Dramatur gehen muss ich natürlich fragen erzählt ihr eigentlich
00:11:44: eine Handlung auf der Bühne?
00:11:45: Erzählt ihr eine Geschichte
00:11:47: außer eure eigene.
00:11:49: Was passiert dann eigentlich, wenn ihr auf die Bühne kommt an raumvoller Instrumente ist aber niemand der euch begleitet?
00:11:56: Was passiert da?
00:11:59: Ja also es gibt diese verschiedenen Ebenen am Schauspiel und in echt sozusagen und ich finde es schwierig das Wasser schwer dieser Ebene aufrecht zu erhalten weil es gibt eine große Ebene Und das ist diese Meta-Ebene über das ganze Stück, die zeigt the show
00:12:22: must go on.
00:12:24: Also wir sind jetzt hier – das Orchester ist weg!
00:12:27: Wir müssen irgendwas machen.
00:12:29: Das ist so was da drüber liegt dass es eigentlich die Handlung.
00:12:33: und in dieser Handlung passiert dann sehr viel auch emotional gesehen weil In jedem einzelnen Stück natürlich, wir machen zum Beispiel Jodler, Irish Folk.
00:12:45: Wir machen Olowski und Habanera.
00:12:49: In jedem Stück gibt es
00:12:51: die Stückhandlung
00:12:52: an sich in jedem Lied, in jeder Aria Und dann gibt das auch noch die Beziehung zwischen uns Die verändert sich auch während des Stückes.
00:13:03: Also in dieser Erfahrung, wo wir nicht wissen... Wir sind auf der Bühne und wir wissen nicht was wir tun sollen.
00:13:08: In diese Erfahrung entwickelt sich ganz viel zwischenmenschlich weil wir auch mal irgendwie lost
00:13:15: sind
00:13:16: oder?
00:13:17: Und dann wieder so eine führt dass wir müssen jetzt etwas tun und dann ist das auch sehr lustig, weil wir uns irgendwie
00:13:23: verlieren
00:13:25: in dem Spiel auch und wieder kindlich sein dürfen.
00:13:28: also das
00:13:28: ist finde ich sehr besonders weil es so viele Emotionen gibt.
00:13:36: Es ist auch, es gibt auch ein Freiheit für Improvisation und ja...
00:13:52: Und wenn ich dich kurz unterbrechen darf, wie viel könnte das dann Prozent irgendwie benennen?
00:13:57: Wieviel Prozent sind improvisiert?
00:14:00: Wieviele Prozent sind tatsächlich geschrieben?
00:14:03: Oder vielleicht anders gefragt, habt ihr ein Buch
00:14:05: geschrieben?
00:14:06: Also
00:14:06: einen Libretto geschrieben oder so was?
00:14:09: Ja.
00:14:09: Warum habe ich das nie zu lesen
00:14:10: bekommen?
00:14:11: Ich hab' einfach
00:14:11: gedacht du gibst Kreis!
00:14:12: Ich glaube das Librette ist...
00:14:13: Das ist sein Geheimnis.
00:14:15: Pritz!
00:14:18: Es gibt bestimmte
00:14:21: Dialogs
00:14:21: und Texte und die Lieder sind alle... Wir haben
00:14:27: dafür
00:14:29: entschieden.
00:14:31: Dann,
00:14:32: was kommt mit diesen Materialien?
00:14:36: Dann ist nicht improvisierend.
00:14:39: Aber es gibt auch Raum für Improvisationen mit diesem Material, das schon fix ist.
00:14:48: Mistakes!
00:14:51: Fehler mit denen wir dann spontan noch
00:14:53: umgehen.
00:14:54: Zum Beispiel... Was passiert denn da so?
00:14:57: Ihr
00:14:57: habt es wie oft
00:14:58: mit der Blutgrab.
00:15:01: Ich habe eine Stähne, wo
00:15:03: ich Ellen auf einem Sessel in die Mitte von der Tür schiebe und bei der Premiere habe ich unabsichtlich ihre rechte
00:15:11: Brust
00:15:12: gehalten und hab's nicht gecheckt.
00:15:14: und das Publikum hat
00:15:15: gelacht und wir
00:15:16: reagieren ja auch auf das Publikum
00:15:17: und war dann
00:15:18: so ah sorry!
00:15:20: Ah,
00:15:20: man kann das schon oder?
00:15:22: In Adam's Head ist all
00:15:23: part of the show
00:15:25: Und dann haben wir darüber sozusagen improvisiert, ob das dazugehört und der Text hat und perfekt
00:15:31: gepasst,
00:15:32: dass er danach kommt.
00:15:33: Also es ist halt auch von Kathy jetzt
00:15:34: all part of the show, clearly!
00:15:36: Ja, und es gab
00:15:37: auch
00:15:38: einen Moment, wenn deine Stimme war... also ein bisschen
00:15:43: like...
00:15:44: And then what did you say?
00:15:45: My voice is gone and it's back.
00:15:50: Keine Momente
00:15:51: im Video.
00:15:52: Du hast da vorgesagt Ja, wo sind die Musiker
00:15:56: hin?
00:15:58: Das ist auch sehr melancholisch in diesem Part.
00:16:01: Und ich hatte plötzlich kratzende Stimme, konnte nicht mehr sprechen und dann habe ich gesagt, ja auch meine Stimme ist weg.
00:16:09: Sie ist zurück!
00:16:12: Also es sind so Sachen, die man
00:16:13: einbauen kann... Ich finde das ja sehr schön dass sie halt ... vom Publikum Interaktionen auffangt.
00:16:20: Und das darf
00:16:20: ja so ein paar.
00:16:21: performativer Abend auch, aber inwieweit fordert ihr natürlich auch Reaktion
00:16:25: von Publikums heraus?
00:16:28: Also ja...we don't ask them to do something back but I think that the energy just sort of comes alive
00:16:40: and we feed off
00:16:41: their energy.
00:16:45: wenn jemand etwas sagt oder rausschreien würde, würden wir auf jeden Fall darauf reagieren.
00:16:52: Es gibt keine dritte Wand.
00:16:54: Wir sind zusammen mit dem Publikum im Raum und das ist allen bewusst in der Situation.
00:17:00: Ich muss sagen aber vor dem Premiere ich habe nicht erwartet dass das Publikon so viel
00:17:09: lacht.
00:17:10: Ja weil es war
00:17:12: so oft
00:17:13: okay.
00:17:13: Das ist wirklich so
00:17:14: ein Booster
00:17:15: für unsere Energie.
00:17:18: Es hält sehr
00:17:19: viel.
00:17:21: Mich interessiert noch, weil ihr seid ja am Anfang zu zweit auf der Bühne Ellen und Christina Und dann kommt Maria dazu.
00:17:30: Was ist das für einen Moment
00:17:31: wenn...
00:17:32: Du dazukommst, Maria.
00:17:34: Oder was ist das für ein Moment?
00:17:35: Weil ihr habt euch jetzt so eingegroovt,
00:17:38: macht
00:17:39: da eure Sachen und nehmt alles
00:17:42: Mögliche... Und dann
00:17:44: kommst du dazu, was ist es für einen
00:17:45: Moment für euch auf der Bühne?
00:17:47: Ich glaube für mich ist einfach ich denke dass
00:17:50: das Show
00:17:52: fängt später an, also ich komme spät.
00:17:56: Okay!
00:17:57: Was passiert
00:17:57: jetzt?!
00:17:58: Und dann ich bin auch ein bisschen.. Also wenn ich so Ich fühle mich nicht so schuldig, dass wir jetzt anfangen können.
00:18:06: Und das ist... Ja, vorallem ist es ein bisschen anders.
00:18:10: Also, wann Maria kommt?
00:18:12: Wir sind gerade in einem sehr romantischen Moment.
00:18:17: Sehr intimate und es ist endlich still nach Sophie.
00:18:28: Und jetzt sind wir zusammen.
00:18:31: Alles gut!
00:18:33: Ja, das
00:18:37: zerstört Maria den Moment.
00:18:40: Wir sind auch ein bisschen wütend
00:18:42: am Anfang.
00:18:44: Aber dann gibt es eben dieses Battle zwischen Maria und uns.
00:18:50: Also wir batteln sie ein bisschen musikalisch in dem wir ganz viele Lieder hintereinander singen und sie muss immer mitspielen.
00:18:59: genau und da war im Schluss Lassen
00:19:03: wir... Das Ende lassen wir offen.
00:19:06: Das ist eigentlich schade, weil ich wollte euch gerade zum Ende fragen.
00:19:09: Wir schmeißen eine Rehe raus!
00:19:13: Nein natürlich
00:19:14: nicht.
00:19:14: Also wenn ihr das Ende eurer Performance nicht verraten wollt
00:19:19: dann möchte ich euch
00:19:20: natürlich nicht dazu drängen.
00:19:22: aber es hat mich schon interessiert wie wie das zum Schluss aufgelöst wird.
00:19:28: Vor allem ich durfte schon in ein kleines Brossier reinschauen, vor allem weil es da ja unterschiedliche
00:19:34: Alternativen
00:19:34: gibt und weil glaube ich jede Performance
00:19:36: von euch bis jetzt
00:19:37: auch unterschiedlich
00:19:38: ausgegangen ist.
00:19:40: Mögt ihr unserem
00:19:41: Publikum Wasser zu sagen oder kann
00:19:43: sich etwas entlocken?
00:19:47: Es kommt
00:19:49: oft darauf
00:19:49: an und auch wie das Publikums reagiert tatsächlich Wie die Show dann endet.
00:19:56: Das Ende ist tatsächlich ein schwieriges Thema für uns, weil wir... Wir haben wirklich mehrere Enden ausprobiert.
00:20:06: Einmal
00:20:06: eins wo wir im Schluss noch mal so eine Girlband hatten, also wo wir zueinander finden und ganz viel was wir gemachtes System of a Down Song gespielt haben und dann sozusagen
00:20:20: das Publikum
00:20:21: mitgerissen haben am Schluss Und dann gab es einmal einen Ende mit dem Publikum gemeinsam einen Chor gebildet haben und gesungen haben.
00:20:32: Und jetzt sind wir noch auf der Suche nach dem perfekten Ende für ihn?
00:20:38: Das ist interessant, er hört sich spannend an!
00:20:40: Ich wollte euch direkt
00:20:41: noch eine Frage
00:20:42: stellen... Wir befinden uns gerade an der Kunstuniversität im
00:20:50: Graz.
00:20:51: Ihr seid
00:20:52: alle Studierende oder Absolventinnen
00:20:54: des
00:20:55: Performance Practice
00:20:56: and Contemporary Music Master-Lehrgangs und ihr werdet ja
00:21:01: in Wien
00:21:01: eure Performance
00:21:03: auch an vier verschiedenen Standortens
00:21:05: spielen,
00:21:06: im Hofnagel, im Vogtgimtheater am Spittelberg und in Windorona.
00:21:10: Kennt ihr diese Spielstätten schon?
00:21:17: Also es ist ja wirklich aufeinander folgende Tagen, Premiere habt ihr
00:21:21: am zwanzigsten Mai.
00:21:22: Das ist ja schon sehr bald
00:21:23: und dann geht's
00:21:24: zack auf
00:21:25: zack.
00:21:25: Es geht um einen zwanziger, zweizwanzigste oder dreinzwanziger weiter.
00:21:29: Wie viel Probenzeit habt ihr denn in jeder
00:21:31: Spielstätte?
00:21:33: Bist du das
00:21:34: schon?
00:21:36: Ich glaube davor gibt es ein, zwei Stunden
00:21:40: zum Vorbereiten
00:21:42: aber es ist tatsächlich eine Herausforderung glaub ich dass wir die Show immer adaptieren auf den neuen Raum, also wir werden wahrscheinlich vorher besprechen wo
00:21:53: circa
00:21:53: etwas stattfinden wird.
00:21:56: Aber für mich persönlich ich finde es toll das ich das mit euch zwei mache weil ich habe das Gefühl egal was passiert oder
00:22:04: egal wie
00:22:04: wir den Raum nutzen Wir machen irgendwas draus.
00:22:08: Also eigentlich freue ich mich drauf.
00:22:11: neu wird und improvisiert, weil da wieder Raum ist für ein bisschen Magie.
00:22:17: Aber ich glaube es ist auch so... Wir haben schon das irgendwie trainiert.
00:22:21: Das erste Mal war in einem Typ, so in einem Theater normales
00:22:28: Theater
00:22:29: Und die zweite mal dass wir das gespielt haben war in Kunst aus.
00:22:33: Es war eine ganz komplett anderes Location Und wir haben das trotzdem adaptiert und wir proben ihn in eine Saale.
00:22:43: Wir haben schon gemacht, dass wir die ganze Bühne
00:22:47: zum
00:22:48: Raum... Also ja, wir adaptieren relativ schnell.
00:22:52: Das ist auch interessant so, dass es in vier verschiedenen Tätetests machen wird.
00:22:59: Ich glaube, es wäre
00:23:01: Spass,
00:23:02: so einer los zu finden für jeden
00:23:05: Ort!
00:23:07: Was ich euch vielleicht verschwiegen habe vorher, aber
00:23:09: ich hab natürlich eure Performance schon gesehen.
00:23:13: Und finde das tatsächlich sehr humorig was ihr macht und sehr lustig was
00:23:17: sie macht und ich find
00:23:18: die macht es auch mit dem genau richtigen Spirit und der genau richtige Energie.
00:23:23: Ich glaube wir haben unseren Zuhörerinnen und Zuhöhrern jetzt schon ein bisschen
00:23:28: hoffentlich Lust gemacht auf Ledø
00:23:30: zu dritt?
00:23:32: Ich möchte noch etwas anderes fragen und zwar Grundsätzlich, weil ich immer wieder in Diskussionen bin über zeitgenössische Musik,
00:23:40: über Opernrepertoire.
00:23:43: Ich würde euch erstmal gerne fragen, ihr seid ja jetzt quasi grad noch
00:23:48: auf der Uni oder frisch
00:23:49: von der Uni weg?
00:23:50: und welchen Stellenwert hat denn für euch
00:23:54: Zeitgenößische
00:23:55: Musik?
00:23:56: Oder begreift ihr euch noch wirklich so als klassische Pianisten, klassische Sängerin?
00:24:02: was... Erwartet ihr euch auch so ein bisschen von
00:24:05: eurer
00:24:06: Zukunft?
00:24:06: Wo soll es mit euch hingehen?
00:24:09: Ja, das ist eine große Frage für mich.
00:24:13: Bisher nicht her!
00:24:16: Es ist ein bisschen schwierig... Ich fühle mich dass ich muss entscheiden aber warum muss
00:24:29: ich
00:24:29: eigentlich
00:24:30: all
00:24:30: of acting?
00:24:31: Ich liebe Performance-Arten, ich liebe Singen.
00:24:36: Ich liebe all die Rappertoire.
00:24:37: Warum kann ich mich
00:24:41: einfach
00:24:46: so schmacken?
00:24:50: Ich denke du kannst!
00:25:00: Ja... gehen kann, irgendwie mit allem was einem etwas bedeutet.
00:25:06: Mit allem was man mitbringt.
00:25:08: Ich glaube das ist dann auch wirklich berührend für die Menschen.
00:25:15: Also ich denke es wird Spielstätten geben dafür.
00:25:18: Für verschiedene Arten von Repertoire.
00:25:22: Es ist wahrscheinlich nicht immer die gleiche
00:25:25: aber Man
00:25:27: kann offen sein dafür, man kann das anbieten was man zugeben hat Und ich bin überzeugt davon, solange das authentisch ist wird etwas kommen und es passt.
00:25:38: Wie geht's
00:25:38: mit euch als Trio weiter?
00:25:40: Bleibt ihr ein Trio?
00:25:41: Habt ihr neue Pläne oder neue Projekte?
00:25:45: Eigentlich
00:25:46: nicht.
00:25:46: Ich leide
00:25:46: nicht, aber
00:25:47: hoffentlich...
00:25:49: Das werde ich schon!
00:25:51: Aber ich bin mir sicher, dass... Oder Lede noch einmal?
00:25:59: Also ledös, jetzt erstmal natürlich in Wien angesagt.
00:26:04: Am zwanzigsten
00:26:06: Mai und am dreihundzwanzigste Mai.
00:26:12: ganz ganz großes Dankeschön Ellen, Christine, Maria an euch dass ihr so offen wart das ihr so bereit wenn ich auf meine Fragen geantwortet habe dass sie ja
00:26:21: auch eure
00:26:23: Momente geteilt haben was auch schwierig an diesem Stück war.
00:26:27: Ich kann unseren Zuhörerinnen und Zuhöhrern versichern, dass es ein sehr lustiger Abend wird.
00:26:32: Ein sehr humorvoller Abend!
00:26:34: Und das ist sich eigentlich fast sogar vielleicht lohnen
00:26:37: würde viermal zu
00:26:38: euch zu kommen weil unterschiedliche Spielstätten, unterschiedliche Räume, vielleicht passieren auch unterschiedliche Dinge.
00:26:46: Liebe Zuhöhrerinnen
00:26:47: und Zuhörer,
00:26:48: wenn Sie Ledieu erleben möchten also seien sie schnell mit Tickets.
00:26:52: Aktuelle Termine finden Sie wie immer auf unserer Website.
00:26:55: bis dahin Auf Wiederhören bei der Klangreise in dem Podcast der neuen Oper Wien.
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